Dissertation Astrid Paeschke: Prosodische Analyse emotionaler Sprechweise

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Titelbild Dissertation

Der Mensch besitzt die Fähigkeit, emotionale Zustände seiner Gesprächspartner an der Sprechweise zu erkennen. Dies geschieht zum größten Teil unbewusst. Um Emotionen auch in synthetisierten Äußerungen darstellen zu können, bedarf es der Identifikation von Merkmalen in der Sprechweise, die den Eindruck spezifischer Emotionen beim Hörer hervorrufen.

In dieser Arbeit wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, in der mehr als 500 Äußerungen, die von Schauspielern in den Emotionen Freude, Ärger, Angst, Trauer, Ekel und Langeweile gesprochen wurden, auf emotionsspezifische Unterschiede hin untersucht wurden. Die Analyse erfolgte mittels akustischer Messungen, die die prosodischen Eigenschaften Tonhöhe und Sprechmelodie, Lautheit, Dauer, Betonung, Rhythmus und Stimmklang erfassen sollen. Merkmale der Tonhöhe und Sprechmelodie konnten mit den Ergebnissen bereits vorhandener Studien verglichen werden. Betonung und Rhythmus sowie das zur Charakterisierung des Stimmklangs gemessene Einschwingverhalten von Vokalen wurden hier erstmals an emotionaler Sprechweise untersucht.

Bei der Auswertung der Ergebnisse wurden die Fähigkeiten der menschlichen Hörwahrnehmung berücksichtigt, indem eine Umwandlung der gemessenen akustischen Größen in perzeptive Größen anhand psychoakustischer Erkenntnisse erfolgte.

298 Seiten, davon 5 Farbseiten

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